Udagan - die Schamanin-Mutter

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Kitzkammer - Hoher Meißner
             Draussen-Sitzen
                Kitzkammer 
             Hoher Meißner

















Eule - von Irene Knitel, Holzgau - Lechtal







Terrakotta-Figur KA+MA - 80cm hoch

   Terrakotta-Figur "Ka+Ma"
   Foto: Heidi Hars-DIESEIN





Matriarchaler Schamanismus: Begriff und Zielrichtung


1. Der "Matriarchale Schamanismus" zielt ab auf die Rückverbindung aller Wesen mit der Großen Göttin der Frühzeit, d.h. der Natur in allen ihren Erscheinungsformen.
Es geht darum, die energetische Trennung zwischen den Lebensformen zu verkleinern und z.T. auch zu überwinden, d.h. mit allen anderen Wesen im Universum zum Zwecke von Erkenntnis und Ausgleich schamanisch zu arbeiten.

Dies geschieht durch die Bearbeitung von individuellen und universellen Themen und Problemstellungen in Form von schamanischen Reisen, Aufstellungen und anderen Techniken wie Runen-Orakel, Runen-Magie und "Draußen-Sitzen" (s. dazu Kursangebote).

Des weiteren werden im Jahreszyklus die Feste (Sonnen- und Mondfeste), die die sich verändernde Große Göttin und unsere Beteiligung an dieser Veränderung thematisieren.


2. Der "Matriarchale Schamanismus" hat ebenfalls die Wiedereinsetzung der Frauen in ihre ursprüngliche Kraft zum Ziel, und zwar im Innen und Außen. Ein immens wichtiger Faktor hierbei ist die Wiederaufnahme der Tätigkeiten als Seherinnen, Priesterinnen und Heilerinnen, mit einem Wort, als "Schamaninnen" im Dienst der Großen Göttin und aller Wesen im Universum.

Archäologische Funde begründen die Annahme, daß in erster Linie Frauen die Kulte in der Frühzeit in Mitteleuropa ausübten, zum Großteil auch noch in den darauffolgenden Gesellschaften der keltischen und germanischen Kriegerkulturen.
Die Große Göttin als Schöpferin allen Lebens begleitete den Lebenszyklus und führte durch den Tod zur Wiedergeburt. Der Mensch war eingebunden in Werden, Wachsen und Vergehen in ewigem Wandel. Hierauf beruht das Lebensgefühl matriarchal organisierter Gesellschaften, und hierauf beruht die Kraft der Frauen als Abbilder der Großen Göttin.

Um diese Aufgabe wieder ausüben zu können, bedarf es einer intensiven inneren Arbeit, die Frauen befähigt, in die eigene Kraft zu kommen und von hier aus nach außen zu wirken.
Auch hierfür ist die matriarchal-schamanische Arbeit wichtig: wir verbinden uns in der Trance und im Ritual mit der Kraft und der Weisheit der AhnInnen (auch derjenigen, die schon lange vor uns gelebt haben), mit unseren schamanischen Verbündeten (Kraft- und Helfertiere, schamanische LehrerInnen in der Nicht-alltäglichen Wirklichkeit, Schutzgeister).

Mit deren Hilfe können wir erkennen, benennen und heilen, was der Kraft im Wege steht. Wir sehen, welche verborgene Kraft in unseren "Schatten", unseren versteckten und vielleicht ungeliebten Eigenschaften steckt; wir erkennen Traumata, die wir "geerbt" haben und die uns sowohl individuell als auch kollektiv weiter belasten.


3. Der "Matriarchale Schamanismus" stellt die Große Göttin der Frühzeit ins Zentrum. Dies ist in der Mitte Deutschlands (vom Rheinland bis nach Sachsen) die Frau Holle, die anderswo Percht, Bertha, Berka, Frau Herke, Frau Frerke, Hertha oder auch Freyja heißt (s. dazu www.goettin-holle.de).

Geschichten über diese Frau Holle sind in Mythen und Sagen überliefert. Vor allem die Mythen sind in Verbindung mit Überresten (archäologischen Funden) eine wichtige Quelle für die Frühzeit, denn sie sind in der Regel sehr viel älter als die erste schriftliche Version. Für die Verbindung beider Zugänge wurde von der us-amerikanischen Archäologin litauischer Herkunft, Marija Gimbutas, der Begriff der "Archäomythologie" geprägt.

Der Arbeits- und Forschungskreis zur Holle-Mythologie, dem außer mir Dr. Karl Kollmann, Eschwege, Andrea Jakob, Meiningen und Dr. Hanna Dose, Bad Oeynhausen, angehören, arbeitet daran, historisch verbrieftes Wissen über die Frau Holle mit der mythologischen Überlieferung zu verbinden und an ihrem Beispiel eine regionale Ausprägung der Großen Göttin der Frühzeit ins Bewußtsein einer breiteren Öffentlichkeit zu bringen.


Fazit:
Ziel meiner Arbeit mit interessierten Frauen (seit einigen Jahren auch Männern in eigenen Kursen) ist es, die spirituelle Basis für die Neu-Entstehung matriarchal orientierter Gesellschaften bekannt zu machen und in Theorie und Praxis als Alternative anzubieten.


Matriarchales Manifest:
der "weibliche Weg" zu einer neuen matriarchalen Weltordnung


"Liebe, vertraue!" ruft mir die Große Mutter zu in ihrer Gestalt als Frühjahrsgöttin, die alles erneuert, belebt und kräftigt, die alles und alle vom Tod ins Leben führt. "Gib mir Deinen Zorn, Deine Angst und Deine Hilflosigkeit, auf daß ich sie wandle in Zuversicht, Kraft, Weisheit und Mut!"

Was heißt das? Soll ich mich fügen und zusehen, wie die Drahtzieher einer globalisierten Welt, in der alle gleichgeschaltet werden, um besser beherrscht werden zu können, uns täuschen, manipulieren und ausbeuten?

Nein, auf keinen Fall, denn die Weltlage erfordert es, daß wir zurückkehren zu unseren Ursprüngen und sie nicht dem Hirngespinst einer angeblich "gerechteren" globalisierten Weltordnung opfern. Der "Weg des geringsten Widerstandes" ist nicht der weibliche Weg, der die Rückkehr der Großen Mutter und das Ende der patriarchalen Ordnung vorbereitet und begleitet.

Der weibliche Weg ruht auf dem Fundament einer matriarchalen Weltsicht, die Natur und Menschen dadurch versöhnt, daß die Menschen sich zurücknehmen, das heißt auch "weniger werden" zugunsten einer alle Lebewesen umfassenden Artenvielfalt, daß sie sich gegenseitig als Frau und Mann achten und das Schwache, wie immer es sich zeigt, gemeinsam schützen.

Dieser Weg muß allerdings von jeder/jedem, die/der das Leben erhalten will, auf ganz eigene Weise mit Selbstbewußtsein, Konsequenz und Mut und im Vertrauen auf die Gemeinschaft mit anderen begangen werden. Dabei dürfen wir getrost immer wieder auf die Kraft der Großen Mutter zurückgreifen und uns an ihr laben: "Liebe, vertraue!"

Aber wir müssen auch den Kampf führen gegen das erstarkende Patriarchat, wo immer es uns begegnet, sei es in der ganz alltäglichen Diskriminierung durch Mitmenschen, die uns auf mehr oder weniger subtile Weise auf die tradierte weibliche Rolle der Herstellung von Harmonie um jeden Preis (den natürlich wir selbst zahlen) festlegen oder uns in eine solche hinein manövrieren wollen.

Wir müssen uns bemerkbar machen, indem wir unsere Stimme erheben gegen die immer noch vorhandene oder sich verstärkende Abwertung von Frauen in unserer Gesellschaft. Hierzu gehört auch eine kritische Beobachtung und Bewertung des Einflusses von Zuwanderung aus frauenfeindlichen Kulturkreisen auf das gesellschaftliche Klima in unserem Land/auf unserem Kontinent und ggfs. eine Abgrenzung dazu.

Der "weibliche Weg" der matriarchalen Frau wird gestärkt und geebnet durch ihre intensive Verbindung zur Großen Mutter; er ist der "Pfad der friedvollen Kriegerin", die ihre eigene Identität und die ihrer Gemeinschaft verteidigt, um sie letztendlich zu verändern in Richtung einer matriarchalen Weltordnung. So sei es!

Verfasst 2016, veröffentlicht 2026



 










Seherinnen - Priesterinnen - Heilerinnen

Die dreifache Göttin  Schnitterinnenfest auf dem Einzelberg





















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Waldhütte




Hoher Meißner





Die Frau von Laussell

Abbildung für Februar aus dem Kalender "Politeia". Ursprünge - Matri Arche 2006, hrsg. vom Lehrgebiet Frauengeschichte der Universität Bonn und vom Haus der Frauengeschichte: "Die Frau von Laussell", ca 56 cm hohes Kalkstein-Relief, ca 21.000 v.u.Z., gefunden in Laussell, Dep. Dordogne, Frankreich, Original im Musée des Antiquités Nationales, St. Germain-en-Laye











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